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Unterstützungskassenzusage

Unterstützungskassen-Lösung

Die Unterstützungskasse ist eine rechtlich eigenständige Einrichtung, die von einem oder mehreren Mitgliedsunternehmen getragen wird und der Abwicklung der betrieblichen Altersversorgung dient.

Dieser Durchführungsweg (gem. § 4d EStG) ist interessant für einen Personenkreis, der hohe Zusagen finanzieren, diese jedoch nicht bilanziell ausweisen möchte.

Unterstützungskassen haben in Deutschland eine lange Tradition. Bereits vor Einführung des staatlichen Sozialversicherungssystems unter Reichskanzler von Bismarck wurden die ersten firmeneigenen Unterstützungskassen gegründet.

Auch heute bietet diese betriebliche Versorgungsform Geschäftsführern, Gesellschafter-Geschäftsführern, Vorständen und anderen Führungskräften besondere Vorteile durch ihre individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Man unterscheidet zwischen versicherungsgebundenen und freien Unterstützungskassen. Erstere gehören in der Regel zu einem Versicherungsunternehmen, Letztere sind freie Dienstleister und gewähren die Möglichkeit mehrere unterschiedliche Produktgeber (Versicherungen) parallel zu verwalten. Außerdem sind hier individuelle Leistungsvereinbarungen möglich.

Zuwendungen an die Unterstützungskasse gelten als betrieblicher Aufwand und sind als solcher steuerlich abzugsfähig. Die Leistungen (Rente oder Kapital) aus der Unterstützungskasse sind hingegen beim Begünstigten als Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (gem. § 19 EStG) zu versteuern. Eine Steuerbegünstigung nach § 34 EStG (Fünftelungsregelung) kann ggf. in Anspruch genommen werden, was dazu führt, dass der Steuerstundungseffekt (durch das Bruttosparen während der Erwerbstätigkeit = hoher Steuersatz) in eine endgültige Steuerersparnis mündet, da im Regelfall der persönliche Steuersatz im Rentenalter geringer sein wird als während der Erwerbstätigkeit.

Die Beiträge zur Unterstützungskasse können sowohl vom Arbeitnehmer als auch vom Arbeitgeber getragen werden, auch eine gemeinsame Finanzierung ist möglich.
Bei der Beitragszahlung durch den Arbeitnehmer geschieht dies in der Regel aus der laufenden Gehaltszahlung. Soll die Leistung aus Sonderzahlungen (z.B. Tantiemen) erbracht werden, so ist darauf zu achten, dass der Gesetzgeber bei der Unterstützungskasse gleichbleibende oder steigende jährliche Beiträge fordert. Die Höhe der Unterstützungskassen-Beiträge ist bei der Erbringung durch den Arbeitnehmer praktisch unbegrenzt, wodurch eine hohe Versorgungsleistung im Rentenalter erzielt werden kann.

Werden die Beiträge vom Arbeitgeber zusätzlich zum Arbeitsentgelt geleistet, so ist hier die Angemessenheit der Gesamtbezüge zu beachten. Die Prüfung der Angemessenheit sollte über den betreuenden Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen.