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Direktzusage

Bei der Direktzusage (gem. § 6a EStG) verpflichtet sich das Unternehmen dem Arbeitnehmer gegenüber, diesem bei Eintritt ins Rentenalter die vereinbarte Leistung zu zahlen. Dabei kann es sich um lebenslange Rentenzahlungen oder um eine einmalige Kapitalzahlung handeln.

Aufgrund der praktisch unbegrenzten Höhe der Beitragszahlungen kann die Direktzusage besonders für den Personenkreis der Geschäftsführer, Gesellschafter-Geschäftsführer und Vorstände sowie zur Versorgung weiterer Führungskräfte eine adäquate Versorgungsform darstellen. Im Bereich der Entgeltumwandlung bietet sich die Direktzusage insbesondere bei Tantiemenzahlungen an. Hierbei kann jedes Jahr erneut entschieden werden, ob und in welcher Höhe diese Sonderzahlungen ausgezahlt werden. Alternativ kann statt einer Auszahlung auch eine Erhöhung der Direktzusage (mittels einer beitragsorientierten Leistungszusage) vorgenommen werden, wodurch die Tantiemenzahlung unversteuert im Betriebsvermögen zugunsten des Arbeitnehmers angelegt wird. Für den Arbeitnehmer gilt in jedem Fall, unabhängig von der Form der Direktzusage, dass die Leistungen aus der Direktzusage (Rente oder Kapital) erst im Alter wie Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (§ 19 EStG) versteuert werden müssen. Also zu einem Zeitpunkt, an dem der persönliche Steuersatz in der Regel geringer ist als während der Erwerbstätigkeit. Zudem kann hier die Fünftelungsregelung (gemäß § 34 EStG) ggf. in Anspruch genommen werden.

Durch die Direktzusage geht das Unternehmen eine Verpflichtung gegenüber dem Mitarbeiter ein. Diese muss in der Bilanz als sogenannte Pensionsrückstellung ausgewiesen werden. Pensionsrückstellungen bezeichnen einen Aufwand und damit eine Betriebsausgabe und wirken sich somit prinzipiell steuermindernd und liquiditätserhöhend aus. Das Unternehmen ist selbst zur Erbringung der Versorgung verpflichtet. Es muss daher dafür Sorge tragen, im Leistungsfall über die notwendige Liquidität zu verfügen, um seiner Verpflichtung nachkommen zu können. Daher muss es entsprechend Kapital aufbauen. Dies kann geschehen durch den Abschluss einer Rückdeckungsversicherung oder durch Investitionen in alternative Kapitalmarktprodukte. Bei der finanziellen Absicherung seiner eingegangenen Verpflichtung ist das Unternehmen in der Wahl der Anlageform völlig frei. Welches Modell am Ende gewählt werden sollte, hängt unter anderem von den ganz individuellen Voraussetzungen im Unternehmen ab. Außerdem sind die Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) hierbei von großer Bedeutung.

Bei keinem anderen Durchführungsweg sind die Möglichkeiten einer durch Steuerlast finanzierten Altersvorsorge derart groß. Andererseits gilt es hierbei auch bestimmte Risiken zu kennen bzw. auszugrenzen.

Vorteile für den Arbeitnehmer Vorteile für den Arbeitgeber
Nahezu unbegrenzte Wandlung von Gehaltsbestandteilen
(Bruttosparen)
Generell hoher steuerlicher Wirkungsgrad
Ideale Kompensation des Wegfalls der Sozialversicherungspflicht bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern Flexibilität bei individueller Gestaltung beitragsorientierter Pensionspläne
Generell Wahlrecht zwischen Kapital- oder Rentenleistung Flexibilität in der Arbeitgeberfinanzierung
Günstige nachgelagerte Besteuerung durch die Verlagerung ins
Rentenalter, wo die Steuerpflicht i.d.R. geringer ist als
während der Erwerbstätigkeit
 
Individuelle Tantiemenwandlung möglich bei voller Flexibilität der jährlichen Einzahlungshöhe